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FÜßE seine füße hattendie farbe ausgewaschener erde sie waren sandig und trugen die träume des fernen salvador in sich dessen pflastersteine und cachaca höhlen sie nie betreten hatten die nägel hatten verdickte gelbliche rillen vom nagel der rechten großen zehe fehlte ein großes stück das er sich an einem stein oder einer wurzel abgestoßen hatte als das fauchen des jaguars seine kinder bedrohte und er aufgeschreckt von dem geschrei der frau zu seiner hütte im wald lief so schnell er konnte nun blickte er auf das rinnsal des blutes auf seinem rechten fußrücken das die flinke braune schlange mit schwarzer zeichnung am rücken verursacht hatte als er sie zwischen den trockenen blättern des kakao überraschte mit einer raschen halbkreisförmigen bewegung hatte er die schlange nach dem biss mit der machete in zwei stücke gehauen vor allem der kopfteil wand sich noch ein paar minuten und aus der schnittstelle tropfte blut und schleim an ihr konnte man in den inneren hohlraum der schlange blicken es war recht interessant zu sehen wie klein das ding war das einem in wenigen stunden einen langen tod bescheren würde dann hatte er die zwei teile der schlange wie zum triumph über einen waagrechten ast gehängt er wusste er durfte sich nicht bewegen da sonst das gift zu schnell zum herz gelangen würde so blieb er still und wartete ob sie ihn fanden dann würden sie aus ästen und zweigen eine trage machen und ihn heraustragen aus dem regenwald in dem eine überwucherte kakaoplantage die schlangen wie magisch in sich versammelte wenn sie nicht bald kamen würde er in ein paar stunden zuerst am bein gelähmt sein und wenn sie ihn fanden würden sie ihm das bein mit der machete abtrennen und er wäre besinnungslos vor schmerz wenn sie gar nicht kamen wäre er in ein paar stunden zuerst immer weiter nach oben fortschreitend gelähmt das atmen würde immer schwerer fallen dann würde er hinübergleiten in eine apathie in ein langes vergessen das warten wurde lang und er sah noch einmal die starke unerschütterliche gegenwart der gindiba und des eisenbaumes die hundertjährig aus dem getümmel der bäume ragten noch lange sah er den himmel und in ihm lief sein leben in tausend bildern ab er sah sich als jungen muskulösen mann wie er sich des nachts in die schwarzen wasser des flusses gleiten und abwärts treiben lässt bis zum haus der geliebten am anderen ufer wenn die eltern zum markttag in die stadt geritten waren dort stieg er fast nackt und nass und männlich aus dem wasser vermied geräusche auf leisen sohlen klopfte an den holzladen der einfachen hütte fast imer oeffnete sie (nur manchmal war ihr cousin zu besuch da blieb die türe zu) und nahm ihn auf ihr lager sie streichelte die kälte des flusses aus seinen muskeln und trocknete mit küssen sein haar der feine süße duft der ihrer haut entstieg je mehr sie sich erhitzte ließ seine seele aufleuchten wie einen mond ihre haut schimmerte hell in der dunklen nacht und aus der kühle des flusses entstand die glatte freude und lust mit jedem stoß mit dem er tiefer und tiefer zwischen ihren kräftigen runden lippen wohnte bis sie gemeinsame hitze wurden ein ei von hitze und strahlung in dem sie sich fassungslos vor glück ineinander bewegten im fahlen licht des morgens verließ er die hütte trabte flussaufwärts bis zur blitzzerschlagenen gameleira von wo er mit der strömung wieder schräg nach hause schwimmen konnte und wieder sah er den himmel und in ihm lief sein leben in tausend bildern ab am beginn des sommers fand er den hügel am rande des flusses inmitten von wäldern inmitten von gindiba und otí von massaranduba und pikí aus der massaranduba schlug er holz für eine plattform auf dem hügel dort trieb er in der gluthitze der tage im schatten von palmblättern dem abgrund der träume entgegen in dem sich ihm die zwischenwelten offenbarten das jaguarfell trug er wieder um die hüften und aus der jaquera brannte er sich ein kanu in dem er flussaufwärts zum fischen ging was ja viel angenehmer war als gürteltiere aus ihrem bau zu graben oder den kaninchen und büffeln nachzustellen blieb noch die vogeljagd mit dem blasrohr aber die gelang nur an tagen an denen er schon mit prall gefüllten lungen aufwachte prall wie die wasserbeutel mit denen sein eltern von der quelle der heilung der schilde zurückgekehrt waren wenn der mond noch im wachsen war und wieder sah er den himmel und in ihm lief sein leben noch in hundert bildern ab nach einigen monden während derer er auf der plattform am hügel saß begann er den kapitän des waldes und die anderen vögel zu verstehen wenn sie meldeten dass sich tier oder mensch näherten und nachts die rufe der kleinen weißgrauen eulen die gern auf sandigen böschungen saßen und den träumen der anderen vögel rundherum regungslos lauschten noch einmal sah er den himmel in ihm zerliefen die farben das blau das weiß und das violett und hinter ihnen erschien das gesicht des großen jaguars von dem ihm die alten erzählt hatten als er noch nicht in worten sondern nur in bildern denken konnte seine füße hatten die farbe ausgewaschener erde sie waren sandig und trugen die träume der vögel in sich denen er in jenen nächten am ufer des flusses gelauscht hatte den sie hatten ihn zu sich genommen und ließen ihn nicht mehr auf pflastersteine und in die cachaca höhlen des fernen salvador ein kleines blutgerinnsel zeigte den weg den die schlange ihm gewiesen hatte zum gesicht des großen jaguar
HAIKU Dein MundIst die Höhlung der Erde, In die ich tauche Bis zur Nacht
HAIKU Seit Stunden mein Fußauf dem bemoosten Stein im Wasser - welches Glück !
MELODRAMA SAPIENS der homo sapiens um durch neue technologien der homo sapiens in seinem inneren scherbenhaufen die zukunft wird ihn einreihen die zukunft wird uns faustkeilträger FORT – SCHRITT in Alufolie gehüllt leichtmetalliges Leben die Penisse in Plastik abgepackt mit Verfallsdatum aus Angst vor Nähe, Schweiss und Viren und politisch korrekt und klinisch tot Penisse genannt damit nicht unziemliche Leidenschaft die Konsumgewohnheiten verzögert den Tod in Bestattungsunternehmen verbannt nicht mehr als Bote der Leichtigkeit begrüßt als Falke über dem Sturm das Leben nicht mehr ein großer Gesang aus Liebe, Leid & Schmerz das moderne Leben schon die Befruchtung und dann die Geburt das Leben ein Karrren Die Nieren kaum mehr gebadet Die Milz mit Allergenen Das Leben Für die Medizin der Mensch Fort-Fahrt Und endlich DER CODE DER KLEINEN DINGE Wie alle werde ichdie kleinen Dinge tun Menschen berühren den Atem mit ihnen teilen ich werde hoffen und lieben Und mich bemühen Den Unersättlichen Forderungen des Staates So schlecht und recht genüge zu tun wie alle mit Kopfschmerzen Rückenschmerzen und Allergien reagierend auf die moderne Superzivilisation die mithilfe von Gentechnik und Fernsehhygiene wild wuchernde Seelenlandschaften in Strichcodes presst wie alle werde ich vor mich hin lieben die kleinen Dinge tun den Tellerrand mit Gräten füllen während die Wälder sterben und die Frösche und die Erde unter dem Asphalt zu atmen aufhört vor mich hin leben werde ich mit einem Grimm im Herzen über die Lemminge die mitlaufen in das falsche künstliche Paradies das so vielen netter aussieht als die Toten von Magdeburg und Verdun von Auschwitz und Stalingrad das aber ungleich mehr Opfer fordert mehr Arten zu Leben auslöscht mehr Würde des Menschen mit Formularen vernichtet die Hand voll Leute wenn ganze Landschaften nur mehr aus Zuckerrohr bestehen und andere nur mehr aus Raps und in dem einen Wohnblock nur mehr idente Sicherheitskräfte wohnen und im nächsten idente Replikas von Installateuren dann irgendwann wenn die Erde noch mehr fiebert unter der Würgeschlange von Banken und Industrie irgendwann dann im letzten Taumel werde ich ein aus alten Zeiten bewahrtes rostiges Messer in das Herz des Bösen stoßen und es wird vielleicht nichts mehr nützen da das Herz dann nur mehr aus Kunststoff besteht und silbrig glänzende Elektrolyte an neurochemisch sedierte Körperteile verteilt SCHÖNE NEUE WELT du kannst du kannst die grotte hinter deinen brauen um dich in diese rolle zu bringen GEISTES GEGENWART Es warDie schärfe des geistes Die er lernte zu legen An die fläche der dinge Wie ein skalpell An junge spannende haut Es war Die schärfe des geistes Die die dinge leuchtend rieb Von königskerze zu himmel Von moos zu stein Von pore zu pore Von note zu note Die schärfe des geistes Die ihn überkam Als jähes geschenk Daß ihm kurz der atem stockte Wie der welle im moment Bevor sie bricht An langem felsigen strand Und ihre wasser sich kurz Dem sand vermählen Die schärfe des geistes Die zwischen piano und forte Die brauen hob In einem unfassbaren staunen Über die wendung Vn c moll zu c dur Von schwermut und Melancholischem schleier über den dingen Zu wunderlicher unschuld Am neubeginn der welt In einer rune der zeit KINHIN Langsamer noch An manchen heuhaufen Und schimmernde helligkeit Aufgespannt bin ich Zwischen vögelgezwitscher und insektengesumm Zwischen himmel und erd CREDO und danndurch die Tür zum Gehirn in ein paradiesisches Reich sinken wo es alles gibt Weintrauben und Brüste Wiesen und schattige Plätzchen im Wald nackte freundliche schöne Körper Melonen und Feigen sich berühren sich lieben miteinander vertraut sein jedes Muttermal grüßen geniessen den Schlaf geniessen erfrischt aufwachen einen funkelnden Tautropfen im Spinnennetz bewundern ![]() TOD und danndurch einen Tunnel aus Licht zum Kranich werden zum Flügelschlag zum Horizont zum Innenraum zum Eichenhain zu einem Fußabdruck im Sand zu einem Muttermal auf Gottes Haut HAIKU JännerschneeBemooster Hügel - Der Stein, Auf dem ich schlafen werde
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